Superkräfte: Glauben und Aufmerksamkeit

YouTube schickte mir soeben neue Uploads der Kanäle, auf die ich ich abonniert habe, und so bin ich in den Genuß eines Satsang-Ausschnitts mit Mooji gekommen.

So schön und pointiert habe ich das noch niemanden sagen hören:

“Belief and attention are your superpowers.”

Glauben und Aufmerksamkeit sind unsere “Superkräfte”, denn was unser Geist für wahr hält (= glaubt) und worauf wir unsere Aufmerksamkeit geben, gilt als real – und manifestiert sich auch als Realität.

Dieses Video ist ein Ausschnitt aus einem Satsang mit Mooji, also einer Non-Dualität-Erkenntnis-Veranstaltung, nicht aus einem “Wunscherfüllung-wann-krieg-ich-endlich-was-ich-will-Workshop”, folglich spricht er insbesondere über den Glauben an die Existenz eines “Ich” oder einer “Person”. Hier ist das Video:

Releasing mit der Sedona-Methode ist ein wunderbarer Weg, tatsächlich zu erfahren, was wir so glauben, die innere Aktivität von “etwas glauben” zu erfahren – und sie einzustellen.

Einen Glauben(ssatz) loszulassen funktioniert üblicherweise auch gut, indem diese innere Aussage oder Überzeugung als irrig oder unzutreffend erkannt wird, wenn wir erkennen, daß ein Glaubenssatz eigentlich Unfug ist (und das sind sie eigentlich irgendwie mehr oder weniger alle). Byron Katies “The Work” provoziert das wunderbar mit der Frage “Ist das wahr? Kannst du mit absoluter Sicherheit wissen, daß das wahr ist?”

Wenn Du es noch radikaler möchtest, versuch’s mit dieser Herangehensweise: Was tatsächlich absolut “wahr” ist, braucht nicht erst geglaubt zu werden. Der Himmel erscheint uns blau, ob wir das glauben oder nicht. Die Farbe ist einfach ein Faktum in unserer Wahrnehmung. “Ich bin” ist eine intuitive, faktische Wahrnehmung. Unser Sein brauchen wir nicht zu glauben – wir erleben es. Es macht auch keinen Sinn, etwas anderes zu glauben, z.B. daß der Himmel grün ist.

Glaubenssätze sind in der Regel (unzutreffende) Verallgemeinerungen. Der Geist schließt gern von einer oder einigen Erfahrungen auf die ganze Welt, und da auf der Basis dieser Annahmen dann Realität manifestiert, scheinen diese Schlußfolgerungen sich sogar zu bestätigen. Kaum ein Glaubenssatz hält einer näheren Untersuchung auf seinen Wahrheitsgehalt oder seine Substanz stand.

Dennoch, wenn schon überhaupt Glaubenssätze, dann wenigstens solche, die mit dem übereinstimmen, was jemand sich wünscht (will sagen: positive) und solche, die Möglichkeiten und Horizonte erweitern statt einzuengen.

Was tatsächlich gewußt wird, wird auch nicht mehr geglaubt (allerdings tut unser Geist gern so, als sei etwas Geglaubtes tatsächlich etwas Gewußtes, und dem ist eben oft nicht so).

Wer aber eine entsprechende positive Erfahrung noch nicht gemacht hat, kann oft noch nicht wirklich wissen, daß das Erwünschte möglich ist – es aber glauben, und damit das Realitätserleben in die gewünschte Richtung verschieben. Über kurz oder lang kann daraus neues Wissen entstehen.

So ähnlich verhält es sich mit der Aufmerksamkeit. Worauf wir sie legen, davon gibt’s mehr. Genau das macht vielen Leuten positive Veränderung so schwer: der beständige Blick auf das Unerwünschte. Die Sedona-Methode betont deshalb, die innere Aktivität von “ändern wollen” konsequent loszulassen, eben weil sie die Aufmerksamkeit auf dem Unerwünschten läßt, nicht auf dem Erwünschten.

Mit ordentlich Kraftanstrengung das Erwünschte beispielsweise zu visualisieren, ist gemeinerweise oft immer noch Aufmerksamkeit auf das Unerwünschte: denn wäre das Unerwünschte nicht so da, bräuchte es ja auch keinen enormen Aufwand, das Erwünschte zu erzeugen. Eine Menge Leute haben sich so im Zuge von “The Secret”, “positiver Realitätsgestaltung” oder “Wunscherfüllung” so schon einen Wolf visualisiert und dann irgendwann die Bücher, die gerade so in Mode sind, frustriert in die Ecke geschmissen.

(Visualisieren funktioniert aber eben auch ohne Kraftanstrengung und dann tatsächlich als Einstellung der Aufmerksamkeit auf das Erwünschte.)

“Loslassen” heißt hier, die Aufmerksamkeit von dem Unerwünschten abzuwenden und zu gestatten, daß sie sich auf etwas Erwünschtes lenkt. Releasing läßt uns ganz wunderbar erfahren, wann wir inneren Aufwand betreiben und hilft uns, ihn einzustellen.

Daß Energie der Aufmerksamkeit bzw. der Intention folgt (energy follows intention), ist das kleine Einmaleins der Energiearbeit. Und das funktioniert eben natürlich auch außerhalb von “Sitzungen” oder der Anwendung irgendeiner “Technik”. Intention richtet unsere Aufmerksamkeit durch einen sehr feinen, aber kraftvollen inneren Impuls. Intention ist insofern “vorgedanklich”, als dieser Impuls entsteht (und wirkt), ehe er vom Geist in einen wörtlichen Gedanken übersetzt wird.

Damit aus diesem Impuls auch tatsächlich etwas folgen kann, müssen wir die entsprechende innere “Richtungsänderung” zulassen oder gestatten. Ist der innere Impuls beispielsweise “Aufmerksamkeit von etwas Unerwünschtem auf etwas Erwünschtes lenken”, dann kann das zwanglos passieren, sofern wir nicht an der bisherigen Ausrichtung auf Unerwünschtes festhalten. Dieses Ablassen kennen wir in der Regel alle sehr gut als “das Interesse an etwas verlieren”.

Betrachtet man genauer, wie es ist, wenn Aufmerksamkeit vermeintlich auf etwas Unerwünschtem festgenagelt erscheint, begegnet man in der Regel wiederum der Aktivität von Glauben: daß eine Situation sehr schlimm ist, z.B., eine Krankheit lebensbedrohlich oder “unheilbar”, ohne etwas, dessen Verlust droht oder eingetreten ist, nicht leben zu können … sowas in der Richtung.

Auch die Auffassung, die unser Geist gern vertritt, daß etwas Unerwünschtes unbedingt sehr viel Aufmerksamkeit braucht, findet sich dort in der Regel. Vielleicht die meisten Menschen glauben tatsächlich, daß man sich über etwas Unerwünschtes sehr aufregen muß oder daß sie sich nur um positive Veränderung kümmern würden, wenn sie etwas auch als richtig schlimm empfinden.

Angemessenes Handeln (wo Handeln geboten ist) wird deshalb kaum je getrennt von unangenehmer Emotion und übermäßiger Aufmerksamkeit auf das Unerwünschte erlebt. Daß das aber grundsätzlich möglich ist, wissen wir eigentlich auch alle. Wir wissen nämlich, daß ein und die gleiche Sachlage die eine Person mehr emotional belastet als die andere – aber beide die gleiche Aktivität entfalten müssen, die in dieser Situation geboten ist.

Glauben und Aufmerksamkeit sind unsere Superkräfte, und wir können lernen, sie so einzusetzen, daß Leben tatsächlich Spaß macht.

Loslassen ist ein Schlüssel dazu. Falls du ihn noch nicht zu benutzen weißt, findest du vielleicht Releasing mit der Sedona-Methode vielleicht auch ganz clever.

:-)

Moojis Webseite: www.mooji.org

07. September 2011 by quantenadmin
Categories: Sedona-Methode/Releasing, Uncategorized | Tags: , , , | Leave a comment

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